
Beim Sommernachtskino auf dem Königin-Mathilde-Platz treffen am 22. August Leinwandstars auf Kinohits, Zauberei und echtes Oma-Essen
Oma und Opa können vieles. Trösten, Geschichten erzählen, heimlich noch ein Stück Schokolade verteilen und selbst aus einem gewöhnlichen Nachmittag etwas Besonderes machen. Doch wie schlagen sie sich zwischen pubertierenden Teenagern, wilden Partynächten und Liebeskummer? Die Antwort gibt es beim Sommernachtskino in Enger.
Am Samstag, 22. August, verwandelt sich der Königin-Mathilde-Platz wieder in einen Kinosaal unter freiem Himmel. Auf der Leinwand läuft „Enkel für Fortgeschrittene“, die Fortsetzung der erfolgreichen Komödie „Enkel für Anfänger“. Doch bei der Kinogruppe des Stammtischs Barmeierplatz beginnt das Erlebnis längst vor dem eigentlichen Film.
Bereits ab 19.30 Uhr sorgen die SoundMates für den passenden Soundtrack. Die vierköpfige Band bringt Pop, Rock, akustische Musik und bekannte Kinohits auf den Platz. Zauberer F. Katzmarek liefert magische Momente und beim Kinoquiz können die Besucher beweisen, wie gut sie sich zwischen Kultfilmen, Leinwandhelden und großen Zitaten auskennen.
Passend zum Thema des Abends ist außerdem Werner Glenewinkel zu Gast. Im Interview spricht der Autor über sein Buch „Enkel sind das Dessert des Lebens“. Ein Titel, der wohl ziemlich genau beschreibt, warum Enkel manchmal süß sind, gelegentlich kleckern und das Leben trotzdem deutlich besser machen.
Im Film kehrt Karin nach einem Jahr als Granny Au-pair in Neuseeland voller Energie nach Deutschland zurück. Gemeinsam mit Philippa und Gerhard übernimmt sie kurzerhand die Leitung eines Schülerladens. Statt entspannter Rentnertage warten dort Jugendliche, Partys, Beziehungschaos und jede Menge Situationen, für die es keinen Großelternratgeber gibt. Maren Kroymann, Barbara Sukowa und Heiner Lauterbach stolpern dabei mitten hinein in einen turbulenten Generationenkonflikt. „Die Schauspieler sind ein Garant für köstlichen Humor“, verrät Ulrike Haemisch von der Kinogruppe.
Köstlich wird es auch abseits der Leinwand. Unter dem Motto „Omas Kochtopf, Enkels Löffel“ steht ein siebenköpfiges Kochteam in den Startlöchern. Auf der Karte stehen vegetarische Zucchinipuffer mit Möhrenlachs und Dip sowie Schokoladenkuchen mit oder ohne Eierlikör. Am Grill gibt es außerdem Würstchen und Steaks. Schließlich weiß jede gute Oma: Mit leerem Magen schaut es sich nur halb so schön.
Der Film startet gegen 21.30 Uhr, wenn es dunkel genug für die große Leinwand ist. Der Eintritt kostet fünf Euro. Decken, Kissen und eine Portion Vorfreude dürfen gerne mitgebracht werden. Dann fehlt eigentlich nur noch ein klarer Himmel für einen dieser Sommerabende, die sich ein bisschen wie Urlaub anfühlen und später selbst zur schönen Familiengeschichte werden.
