Ein Cello namens Umbra kommt nach Enger

Olav Heinemann (von links), Claudia Holle, Klaudia Engelage und Felix Hirn freuen sich am Wochenende wieder auf tanzende Kinder im Widkund Museum bei den „Curzweyl Kids“. (Foto: Jana Göb)

Am Sonntagmorgen zieht ein ungewöhnlicher Gast ins Dachgeschoss des Widukind-Museums ein. Er heißt Umbra, hat vier Saiten und wird von Nikolaus Herdieckerhoff mitgebracht. Gemeinsam zeigen Musiker und Instrument, dass ein Cello weit mehr kann, als im Orchester ernst auszusehen.

„Mein Cello Umbra“ heißt das Mitmach-Konzert, das am Sonntag, 4. Oktober, um 11 Uhr im Widukind-Museum beginnt. Es richtet sich an Familien mit Kindern bis etwa zehn Jahren – wobei auch Eltern mit Babys ausdrücklich willkommen sind. Rund eine Stunde lang dürfen die jungen Besucherinnen und Besucher Musik nicht nur hören, sondern erleben, entdecken und vermutlich auch die eine oder andere Frage stellen.

Das Konzert gehört zur neuen Reihe „Curzweyl Kids“, dem kleinen Ableger des „Curzweyl Kabinetts“. Dahinter steckt die Idee, Kindern Instrumente und Musik näherzubringen, ohne dass sie dafür andächtig auf ihrem Stuhl sitzen und vorher wissen müssen, was ein Cello von einer Bratsche unterscheidet. „Ohne dass es gleich einen Hochkulturanspruch hat“, sagt Klaudia Engelage, zweite Vorsitzende des Fördervereins des Widukind-Museums.

Die Premiere der Reihe fand bereits im Januar statt. Künftig sollen möglichst zweimal im Jahr Musikerinnen und Musiker speziell für Kinder ins Museum kommen. Weitere Termine für Januar und März 2027 sind bereits in Planung.

Möglich wird das Angebot durch die Unterstützung der Osthushenrich-Stiftung. Sie fördert Projekte, die mit der Bildung von Kindern und Jugendlichen zu tun haben. Für den Förderverein des Museums war diese Hilfe entscheidend. „Es ist toll, dass wir sie gewinnen konnten“, sagt der Vorsitzende Felix Hirn. Bislang ist die Finanzierung allerdings nur für die beiden Veranstaltungen dieses Jahres gesichert.

Jetzt gehört die Bühne erst einmal Umbra. Ob ein Cello wohl lachen, flüstern, knurren oder Geschichten erzählen kann? Am Sonntag können die Kinder es selbst herausfinden.

Karten gibt es im Widukind-Museum, bei „Weine und Accessoires“ sowie am Sonntagmorgen vor Ort. Erwachsene zahlen acht Euro, Kinder fünf Euro. Die Familienkarte kostet 24 Euro.