
Kirche trifft Kirmes – und das ziemlich direkt. Beim diesjährigen Kirschblütenfest in Enger wird der Autoscooter zur wohl ungewöhnlichsten „Location“ des Tages: Am 24. April eröffnet um 11 Uhr dort ein Gottesdienst das Fest. Kein klassischer Kirchenraum, keine steifen Abläufe – stattdessen blinkende Lichter, Motorengeräusche und mittendrin ein Moment zum Ankommen.
Hinter der Idee stehen Anna-Lena Ligniez und Stephan Horstkotte. Ihr Ansatz: Kirche raus aus der Komfortzone holen und genau dahin bringen, wo Leben passiert. Der Autoscooter wird dabei bewusst zur Bühne gewählt – ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, sich begegnen, manchmal anecken und trotzdem weitermachen.
Der Gottesdienst soll offen, unkompliziert und nahbar sein. Kein Vorwissen nötig, keine Erwartungen, die erfüllt werden müssen. Wer vorbeikommt, ist da genau richtig. Zwischen Zuckerwatte, Beats und Frühlingsluft entsteht so ein Format, das zeigt, dass Glauben auch anders geht – weniger Distanz, mehr Gefühl für den Moment.
