Hinter den orangenen Bärchen: Wieder fast 1000 Euro für den guten Zweck

Sieghart Kröger (von links), Katrin Schmale, Ulrich Hein, Kristin Jürging mit Caspar, Svenja Heine, Annina Ligniez und Sandra Jürging freuen sich, dass erneut so eine hohe Spendensummer zustande gekommen ist. (Foto: Jana Göb)

Was andere aussortieren, wird in Westerenger zu echter Unterstützung: Der Secondhandmarkt verwandelt viele kleine Verkäufe in eine große Summe – am Ende stehen rund 1.000 Euro für den guten Zweck.

Im Gemeindehaus in Westerenger herrscht geschäftiges Treiben, wenn der Secondhandmarkt öffnet. Zwischen Kleidung, Büchern und Spielsachen wird gestöbert, verglichen und entdeckt. Doch hinter dem Angebot steckt mehr als der Gedanke an Nachhaltigkeit oder das nächste Schnäppchen. Der Markt ist längst zu einer festen Größe geworden und zu einer verlässlichen Einnahmequelle für lokale Projekte.

Auch beim jüngsten Termin ist wieder eine beachtliche Summe zusammengekommen. Fast 1.000 Euro konnten das Organisationsteam und die beteiligten Helfer erwirtschaften. Das Geld stammt aus Standgebühren, Verkäufen und zusätzlichen Spenden, die viele Besucher freiwillig geben.

Die Erlöse wurden nun aufgeteilt: Jeweils rund 330 Euro gehen an die Freibad-Interessengemeinschaft Lenzinghausen (FBI), an die Initiative „Kirche mit Klein & Groß“ sowie an den Förderverein des Johannes-Falk-Hauses. Drei Empfänger, die alle im direkten Umfeld wirken – und auf Unterstützung angewiesen sind.

Für die Freibad-Initiative kommt die Spende zur richtigen Zeit. Das Lenzibad wird derzeit umfassend saniert, die Kosten sind entsprechend hoch. Jeder zusätzliche Betrag hilft, das Projekt weiter voranzubringen. Auch die „Kirche mit Klein & Groß“ nutzt die Mittel für ihre Arbeit vor Ort. Das Angebot richtet sich bewusst generationenübergreifend aus, verbindet Begegnung mit gemeinsamen Aktivitäten. Pastorin Annina Ligniez nahm den Scheck stellvertretend entgegen und verwies auf die Bedeutung solcher Spenden für die kontinuierliche Umsetzung der Angebote. Der Förderverein des Johannes-Falk-Hauses kann mit dem Anteil ebenfalls konkrete Projekte unterstützen.

„Der letzte Markt war wieder sehr gut besucht“, sagt Sandra Jürging. Hinter dieser knappen Feststellung steckt viel Vorbereitung: Spenden werden gesammelt, sortiert und ausgezeichnet, Abläufe geplant, Helfer koordiniert. Vor Ort greifen dann viele Handgriffe ineinander.

Dreimal im Jahr findet der Secondhandmarkt in Westerenger statt. Im Frühjahr und Herbst liegt der Schwerpunkt auf Kleidung, im November folgt ein Spielzeugmarkt. Die nächsten Termine stehen bereits fest: Am 10. Oktober ist der Herbstmarkt geplant, am 7. November der Spielzeugmarkt.

Unklar ist jedoch, wie es darüber hinaus weitergeht. Das Gemeindehaus, in dem die Veranstaltung aktuell stattfindet, soll perspektivisch aufgegeben und veräußert werden. Damit steht auch der Standort des Marktes zur Diskussion. Eine konkrete Lösung gibt es bislang nicht.