
Es roch nach Tannengrün, ein bisschen nach Kerzenwachs – und vor allem nach Vorfreude. Der erste Flohmarkt für Weihnachtsdekoration im Gemeindehaus Westerenger war genau das, was man sich unter einem Kleinstadt-Nachmittag im Advent vorstellt: herzlich, rummelig und voller Geschichten.
Rund 25 bis 30 Spenderinnen und Spender hatten im Vorfeld ihre gut erhaltene Weihnachtsdeko vorbeigebracht. Kugeln mit Patina, Lichterketten mit Vergangenheit, Kerzenständer, die schon mehr als ein Fest erlebt haben. Wegwerfen? Kam für niemanden infrage. Stattdessen wechselten die Stücke den Besitzer – und schenkten gleich doppelt Freude.
Etwa 50 Besucherinnen und Besucher stöberten durch das Angebot, diskutierten über Christbaumfarben, hielten kurz inne bei nostalgischem Baumschmuck und gingen selten mit leeren Händen nach Hause. Am Ende des Nachmittags standen 300 Euro Erlös aus dem Flohmarkt fest.
Doch damit nicht genug: Beim Nikolausmarkt in Westerenger sorgte ein Glücksrad zusätzlich für lachende Gesichter – und weitere 100 Euro für den guten Zweck.
Macht zusammen: 400 Euro, die inzwischen an die Engeraner Organisatorinnen und Organisatoren der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ übergeben wurden.
Und weil schöne Ideen ein zweites Leben verdienen, steht der nächste Termin auch schon fest: 14. Dezember 2026 – also wer jetzt die Deko-Kisten zurück in den Keller räumt, kann ja schon einmal durchschauen, was im kommenden Jahr farblich nicht mehr passt.
