Vergessene Flagge sorgt für Diskussionen – Bürgermeister räumt Fehler ein

Eine fehlende Regenbogenflagge vor dem Engeraner Rathaus hat in den vergangenen Tagen für Diskussionen gesorgt. Nachdem SPD-Ratsfrau Sarah Karczewski das Thema zunächst auf Instagram angesprochen hatte, veröffentlichte auch der Verein Engeraner Manifest e.V. einen offenen Brief an Bürgermeister Stefan Böske. Darin fragte der Verein öffentlich nach, warum am 17. Mai – dem Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit – keine Regenbogenflagge vor dem Rathaus gehisst worden war.

In den vergangenen Jahren hatte sich die Stadt Enger an dem Aktionstag beteiligt. Umso größer war die Irritation bei einigen Bürgerinnen und Bürgern sowie beim Engeraner Manifest. Der Verein betonte in seinem Schreiben die Bedeutung von Sichtbarkeit und Anerkennung queerer Menschen im öffentlichen Raum und fragte zugleich, wie die Stadt künftig sicherstellen wolle, dass sich LGBTQIA+-Menschen in Enger sichtbar unterstützt fühlen.

Nun hat Bürgermeister Stefan Böske auf die Kritik reagiert – und weist politische Hintergründe klar zurück.

In seiner Antwort erklärt er, dass das fehlende Hissen der Regenbogenflagge auf einen Verwaltungsfehler zurückzuführen sei. Der Termin sei versehentlich nicht in den Flaggenkalender der Stadt für 2026 übernommen worden. Zusätzlich sei das Hissen der Flagge schlicht „vergessen“ worden. Wörtlich schreibt Böske von einem „durchaus menschlichen Grund“.

„Anderweitige Vermutungen weise ich strikt zurück“, so der Bürgermeister weiter.

Gleichzeitig kündigt die Stadt an, die Beflaggung in diesem Jahr nachholen zu wollen: Am 20. November 2026, dem Gedenktag für die Opfer von Transphobie, soll die Regenbogenflagge vor dem Rathaus gehisst werden. Für das kommende Jahr kündigt Böske zudem an, dass die Flagge wieder regulär am 17. Mai gezeigt werde.

Der Bürgermeister bittet außerdem ausdrücklich um Entschuldigung für den Fehler und die dadurch entstandenen Irritationen.