OGS-Gebühren steigen weiter an

Steigende Kosten belasten die OGS-Finanzierung

Die finanzielle Lage der Offenen Ganztagsschule (OGS) der Grundschulen in Enger bleibt angespannt. Bereits zu Jahresbeginn wurde im Schulausschuss darauf hingewiesen, dass für das kommende Schuljahr ein erhebliches Defizit von 64.500 Euro erwartet wird. Hauptursachen sind gestiegene Personalkosten, höhere Sozialabgaben und eine unzureichende Förderung durch das Land.

Um die Finanzierung zu stabilisieren, sollen die Elternbeiträge angepasst werden. Besonders Haushalte mit höherem Einkommen werden stärker zur Kasse gebeten. Die bisherige oberste Einkommensstufe wird feiner unterteilt: Künftig zahlen Familien mit einem Einkommen über 120.000 Euro den Höchstbetrag von 235 Euro im Monat.

Moderate Anpassung für untere Einkommensgruppen

Die Beitragserhöhungen fallen je nach Einkommenshöhe unterschiedlich aus. Während in den oberen Stufen eine Steigerung von bis zu 17,5 Prozent vorgesehen ist – was monatliche Mehrkosten von bis zu 35 Euro bedeutet –, werden Familien mit geringerem Einkommen nur moderat belastet. Hier steigen die Gebühren um 5 bis 6 Prozent, also um maximal 6 Euro pro Monat.

Änderungen der Beitragsanpassung der OGS-Gebühren der Grundschulen in Enger. Bild: Stadt Enger

Knappe Kassen lassen kaum Alternativen

Vertreter aus Politik und Verwaltung sehen keine andere Möglichkeit, als die Eltern stärker zu beteiligen. Angesichts der angespannten Haushaltslage könne die Stadt die Kosten nicht allein tragen. Neben Zuschüssen stellt sie bereits Räume und Betriebskosten zur Verfügung und übernimmt die Verwaltung der Beiträge – ein finanzieller Aufwand von rund 400.000 Euro jährlich.

Während einige Politiker betonen, dass die neuen Staffelungen sozial gerecht gestaltet seien, gibt es auch kritische Stimmen. Neben den steigenden Belastungen für Eltern wird vor allem die unzureichende Landesförderung bemängelt. Forderungen nach mehr Unterstützung aus Düsseldorf stehen im Raum, um langfristig eine nachhaltige Finanzierung der OGS sicherzustellen.

von Jana Göb