Noch keine Ampel – Stadt setzt auf Übergangshilfe

Die Ampelanlage an der Kreuzung Bahnhofstraße / Nordhofstraße / Brandstraße bleibt vorerst weiterhin außer Betrieb. Eine schnelle Übergangslösung mit einer mobilen Baustellenampel, die zunächst in Aussicht gestellt worden war, verzögert sich – nicht aus Mangel an Willen, sondern aus planungsrechtlichen und sicherheitsrelevanten Gründen.

„Wir haben unsererseits wirklich alles unternommen, um so schnell wie möglich eine Übergangslösung in Betrieb nehmen zu können, aber die Situation stellt sich sehr komplex dar“, erklärt Ordnungsamtsleiter Matthias Husemann. Denn: Eine mobile Ampelanlage ist technisch und rechtlich deutlich anspruchsvoller, als es auf den ersten Blick scheint.

Beton, Bordsteine und Busse

Im Gegensatz zu einer fest installierten Ampel wird eine provisorische Anlage nicht im Boden verankert, sondern durch schwere Beton-Ballastierungen gesichert. Diese müssen so platziert werden, dass sie weder Gehwege vollständig blockieren noch zur ungesicherten Gefahr im Straßenraum werden. Sollten Teile der Betongewichte auf der Fahrbahn stehen, müssten diese zusätzlich auffällig gekennzeichnet werden, um Kollisionen zu vermeiden.

Hinzu kommen weitere Faktoren: Schleppkurven von Lkw und Bussen müssen berechnet, Straßenmarkierungen angepasst und mögliche neue Gefahrenstellen ausgeschlossen werden. Auch ein detaillierter Schaltplan für die Ampelintervalle ist erforderlich und muss beim Straßenverkehrsamt eingereicht werden.

„Wenn eine Ampel in Betrieb genommen wird, verlassen sich die Menschen darauf“, betont Husemann. „Sie soll nicht nur ein Gefühl von Sicherheit vermitteln, sondern diese auch tatsächlich zuverlässig gewährleisten.“

Ziel: Schulstart

Nach Angaben der Stadtverwaltung sind alle notwendigen Informationen zusammengetragen und die erforderlichen Maßnahmen bereits beauftragt. Ein konkreter Termin für die Inbetriebnahme des Ampelprovisoriums lässt sich derzeit jedoch noch nicht verbindlich nennen. „Wir streben an, spätestens zum Schulbeginn nach den Weihnachtsferien eine funktionierende Ampel an dieser Kreuzung zu haben“, so der Ordnungsamtsleiter. Diese soll nun diesen Freitag kommen.

Sicherer Weg zur Schule

Um die Zeit bis dahin zu überbrücken, unterstützt die Stadt ganz konkret vor Ort:
Bis einschließlich Freitag helfen Mitarbeitende des Ordnungsamtes morgens vor der ersten Schulstunde bei der Überquerung der Kreuzung. Gerade in der dunklen Jahreszeit und während des morgendlichen Berufsverkehrs ist die Situation für Schülerinnen und Schüler derzeit unübersichtlich.

Ab 7:15 Uhr sind die Mitarbeitenden vor Ort, um den Schulweg sicherer zu gestalten. Fußgängerinnen und Fußgänger, die auf alternative Wege ausweichen können, werden gebeten, diese zu nutzen. Autofahrende wiederum werden eindringlich gebeten, sich der Kreuzung besonders aufmerksam zu nähern, defensiv zu fahren und den Wiederbeginn des Schulbetriebs im Blick zu behalten.

Sollte es die Wetterlage zulassen, ist geplant, die provisorische Ersatz-Ampelanlage am kommenden Freitag zu installieren und in Betrieb zu nehmen.

Bis dahin gilt: Rücksicht, Aufmerksamkeit und ein paar Minuten mehr Geduld können einen entscheidenden Unterschied machen – damit alle Verkehrsteilnehmenden sicher ankommen.