KrAWAllo zündet mit „Widukind“ die nächste Stufe des Kinder Disco Rock

Foto: Thomas Dickenbrok

Wenn Geschichte plötzlich stampft, rappt und ordentlich Bass bekommt, dann ist ziemlich sicher KrAWAllo im Spiel. Pünktlich zum Timpkenfest in Enger meldet sich die Band mit einem neuen Kracher zurück: Widukind – ein Song, der den sagenhaften Sachsenherzog einmal kräftig durch den Verstärker jagt.

Schon nach den ersten Takten ist klar: Das hier ist kein staubiger Geschichtsunterricht. „Widukind“ kommt mit fetten Rap-Beats, treibenden Gitarren und Hooks, die sofort im Ohr bleiben. Laut, wild, tanzbar – und genau so, wie Kinder Disco Rock klingen muss, wenn er ernst genommen werden will.

KrAWAllo schaffen etwas, das nicht vielen gelingt: Sie verbinden mythische Geschichte mit modernem Sound und holen eine historische Figur mitten ins Jetzt. Es geht um Mut, Freiheit und Zusammenhalt – große Themen, verpackt in drei Minuten geballter Energie. Dabei bleibt der typische KrAWAllo-Stil unverkennbar: druckvoll, mitreißend und immer mit dem Anspruch, Kinder (und ihre Eltern) nicht zu unterschätzen.

Doch „Widukind“ will mehr als nur Party. Die Band möchte Lust machen auf den sagenhaften Namensgeber des Kreises Herford – „mit Bass, Beats und ordentlich Power“, wie sie selbst sagen. Gleichzeitig scheuen sie sich nicht, auch die schwierige Rezeptionsgeschichte rund um Widukind mitzudenken. Geschichte darf hier laut sein, Spaß machen – und trotzdem Fragen stellen.

Wer jetzt neugierig geworden ist, kann direkt eintauchen: Videos zum Song finden sich auf Instagram unter @krawallo_familienrocknroll sowie auf YouTube. Und eines ist sicher: Mit „Widukind“ zündet KrAWAllo nicht nur die nächste Stufe, sondern liefert den Soundtrack für tanzende Kinder, nickende Erwachsene und ein Stück regionale Geschichte im Disco-Rock-Gewand.