Dunkler Morgen an der Wüllner-Kreuzung: Stadt, Polizei und Bürgermeister vor Ort

Ordnungsamtleiter Matthias Husemann und Bürgermeister Stefan Böske helfen an der Wüllner-Kreuzung gemeinsam mit der Polizei SchülerInnen über die Straße, um trotz Ampelausfall sich zur Schule zu kommen. (Foto: Jana Göb)

Es ist Donnerstagmorgen, kurz nach sieben. Noch dunkel, glatt auf den Straßen. An der Wüllner-Kreuzung herrscht trotzdem Bewegung – allerdings nicht nur durch Autos. Mitarbeitende des Ordnungsamtes, die Polizei und Bürgermeister Stefan Böske stehen seit den frühen Morgenstunden an der Kreuzung, regeln den Verkehr, sprechen Autofahrende an und begleiten Fußgängerinnen, Fußgänger sowie Schülerinnen und Schüler sicher über die Straße.

Schon am Vortag waren sie vor Ort, auch am Freitag wird die Unterstützung fortgesetzt. Der Grund: Die Ampel an der vielbefahrenen Kreuzung ist weiterhin außer Betrieb, die geplante Baustellenampel noch nicht installiert. Gerade jetzt in den dunklen, winterlichen Morgenstunden wird die Situation schnell unübersichtlich.

Bürgermeister Böske ist bewusst jeden morgen selbst an Ort und Stelle, um sich ein eigenes Bild zu machen. „Viele Schülerinnen und Schüler sind bereits über die Situation informiert und meiden die Kreuzung, wenn es möglich ist“, sagt er. Langfristig denkt er weiter: „Ein Kreisverkehr wäre an dieser Stelle perspektivisch vermutlich sinnvoll.“ Eine Lösung, die den Verkehrsfluss beruhigen und Konflikte reduzieren könnte – auch über die aktuelle Situation hinaus.

Auch Ordnungsamtsleiter Matthias Husemann appelliert an die Vernunft der Verkehrsteilnehmenden. Gerade in den letzten Tagen vor der Installation der Baustellenampel sei Rücksicht besonders wichtig. „Manche schießen wirklich rücksichtslos auf die Kreuzung zu“, sagt Husemann offen. Seit dem Ausfall der Ampel habe es bereits mehrere Blechschäden gegeben – ein deutliches Zeichen dafür, wie angespannt die Lage ist.

Umso dankbarer wird das Angebot der Stadt angenommen: Eltern und Kinder nehmen die Hilfe gern in Anspruch, lassen sich begleiten. Ein kleines Stück Sicherheit in einem ansonsten hektischen Morgenverkehr.

Die Hoffnung ruht nun auf dem Wetter. Wenn die Prognosen es zulassen, soll die Baustellenampel am Freitag aufgestellt werden. „Wir hoffen sehr, dass das klappt“, so Böske. Bis dahin bleibt vor allem eines gefragt: Aufmerksamkeit.

Langsam fahren. Rücksicht nehmen. Und besonders die schwächeren Verkehrsteilnehmenden im Blick behalten. Denn manchmal entscheidet nicht Technik über Sicherheit – sondern Verhalten.