Yeah! 30 neue Einsatzkräfte: So lief die Feuerwehrprüfung ab

Es ist kurz nach dem Mittag, als die letzte Gruppe ihre Schläuche zusammenrollt und aufatmet. Dreißig freiwillige Brandschützer haben heute an der Regenbogen-Gesamtschule in Spenge bewiesen, dass sie im Ernstfall wissen, was zu tun ist. Alle dreißig haben bestanden.

Seit 39 Jahren bilden die Feuerwehren Enger und Spenge gemeinsam aus. Alle zwei Jahre durchlaufen 20 bis 30 Freiwillige die Grundausbildung zum Truppmann. Dienstags, donnerstags, samstags, zwei Mal fünf Wochen lang. Die Theorie lernen sie in Enger, die Praxis zeigen sie in Spenge. Zusätzlich ist ein Erste-Hilfe-Kurs für alle Pflicht.

Heute war der große Tag: Teil 1 und 2 der Prüfung – Löschangriff und Brandbekämpfung. In vier Gruppen traten die KandidatInnen vor die Prüfer Thomas Reschke und Jean-Marc Orth und führten mögliche Einsatzszenarien vor. Schlauch aufbauen, Lage einschätzen, als Team handeln – und das unter Beobachtung. Kein leichtes Unterfangen. Doch schon die 45 Minuten lange Theorieprüfung hatten zuvor alle dreißig mit Erfolg abgeschlossen.

Die Gruppe ist bunt: vier Frauen, Männer zwischen 17 und 51 Jahren, zwölf aus Spenge, 22 aus Enger. Und offenbar eine, die sich gewaschen hat. „Wir hatten schon lange nicht mehr so eine gute Truppe”, sagt Lars Metera, Feuerwehrmann aus Spenge.

Klaus Greulich, Stadtbrandinspektor und stellvertretender Leiter der Feuerwehr Spenge, sowie Heiko Janßen, Brandoberinspektor und stellvertretender Leiter der Feuerwehr Enger, begleiteten den Prüfungstag. Für beide ist klar: Der bestandene Grundlehrgang ist ein Anfang, kein Abschluss. Die neue Qualifikation öffnet die Türen zu weiteren Lehrgängen im Kreis Herford – etwa zum Atemschutzgeräteträger oder im Funkbereich.
Im Herbst geht es weiter: Dann stehen Teil 3 und 4 auf dem Programm, fünf weitere Wochen mit dem Schwerpunkt technische Hilfe. Doch das ist Zukunft. Heute darf erst einmal gefeiert werden.