200 Trecker, 100 Camper und jede Menge Dorfgesichter

Wenn es in Herringhausen knattert, tuckert und ein bisschen nach Diesel duftet, kann das nur eines bedeuten: Der Alt-Traktoren-Club Herford hat wieder zum großen Trecker-Treffen eingeladen.

Am Wochenende wurde der Hof Ellerbrock am Bextenweg zum vielleicht PS-stärksten Treffpunkt der Umgebung. Rund 200 Traktoren rollten zur mittlerweile 15. Ausgabe des Trecker-Treffens nach Herringhausen. Historische Schätzchen standen neben modernen Maschinen, frisch polierter Lack neben ordentlich Patina.

Etwa 100 Gäste reisten gleich mit Übernachtungsgepäck an und machten aus dem Wochenende einen kleinen Trecker-Campingurlaub. Denn wer für alte Motoren brennt, fährt nach Feierabend offenbar nicht einfach nach Hause. Der bleibt, fachsimpelt weiter und startet am nächsten Morgen gemeinsam in den nächsten Tag.

Nach einem eher grauen Auftakt hatte das Wetter am Samstag schließlich ein Einsehen. Mit den besseren Bedingungen kamen noch einmal deutlich mehr Besucher auf das Gelände. Zwischen Traktoren, Vorführungen und Verpflegungsständen traf man nicht nur ausgewiesene Technikfans, sondern vor allem viele bekannte Gesichter aus dem Dorf.

Genau das macht das Treffen aus. Hier wird nicht nur unter Motorhauben geschaut. Hier trifft man Nachbarn, alte Bekannte und Menschen, die ziemlich genau erklären können, warum dieser eine Schlepper damals praktisch unverwüstlich war.

Zu sehen gab es Landtechnik nicht nur im Stillstand. Auf dem „Wühlacker“ durften die Maschinen zeigen, was in ihnen steckt. Baumstämme wurden über das Gelände gezogen, ein historischer Dreschkasten nahm seine Arbeit auf und auch die Apfelsaftpresse war im Einsatz. Landwirtschaft zum Anschauen, Anhören und Anfassen.

„Rund 200 Traktoren und etwa 100 Übernachtungsgäste waren dabei“, sagt ATC-Vorsitzender Bastian Kruse. Zahlen, hinter denen jede Menge Organisation steckt. Denn bevor am Freitag der erste Trecker auf das Gelände rollen konnte, hatten die Vereinsmitglieder bereits mehrere Tage aufgebaut, Flächen vorbereitet, Abläufe geplant und Maschinen in Position gebracht.

Auch für die Kinder haben Sie sich richtig was einfallen lassen: neben Mario-Kart sorgte die Feuerwehr für Wasser-Spaß, ein XXL-Sandkasten ließ die Kinderherzen höher schlagen und die Hüpfburg wurde bis in die Abendstunden genutzt.