
Dienstbeteiligung), Daniel Buschmann (neu dabei), Mariusz Pochalla (drittbeste
Dienstbeteiligung), Stefan Meyer (zweitbeste Dienstbeteiligung), Julius Schüler (neu
dabei), Thorsten Take (Vertrauensperson der Einheit) und Wehrführer Arndt Höpker. (Foto: LZ Dreyen)
Fast 1.000 Stunden ehrenamtlicher Einsatz, 99 Alarmierungen, 16 gerettete Menschen – und dazwischen eine schwarze Katze, die nach Tagen in luftiger Höhe schließlich auf der Schulter eines Feuerwehrmannes den Boden wieder erreicht. Der Rückblick auf das Jahr 2025 zeigt: Der Löschzug Dreyen der Feuerwehr Stadt Enger war jederzeit da, wenn Hilfe gebraucht wurde. Oft dann, wenn andere längst Feierabend haben.
99 Einsätze bedeuten rund zehn Prozent weniger als in den Vorjahren. Doch Entwarnung ist das nicht. 72 Einsätze fanden direkt im Stadtgebiet Enger statt, 27 Mal unterstützten die Dreyener überörtlich – etwa mit der Drehleiter in Spenge oder bei einem Großbrand in Rödinghausen. Besonders gefordert war der Löschzug bei 33 technischen Hilfeleistungen, 13 Bränden und immer häufiger bei sogenannten eCalls: automatische Notrufe, die von Handys oder Fahrzeugen ausgelöst werden.
Große Unwetter blieben Enger 2025 erspart. Dafür prägten ein Wohnhaus-Großbrand zu Jahresbeginn, ein schwerer Verkehrsunfall in Dreyen und die erwähnte Katzenrettung das Einsatzjahr. „Ein klassischer Feuerwehreinsatz – so, wie jedes Kind ihn sich vorstellt“, hieß es schmunzelnd während der Jahreshauptversammlung.
Mensch in Notlage
Fast 1.000 Stunden (exakt: 986,17) leisteten die Ehrenamtlichen im vergangenen Jahr. In 16 Fällen ging es um das Alarmstichwort „Mensch in Notlage“ – oft Türöffnungen für den Rettungsdienst, wenn hinter verschlossenen Türen Hilfe gebraucht wurde. Momente, die keiner plant, aber alle beherrschen müssen.
Aktuell zählt der Löschzug 25 aktive Einsatzkräfte. Hinzu kommen zwölf Kameraden aus Dreyen, die zur Ehrenabteilung gehören – Feuerwehrleute im Ruhestand, die keine Einsätze mehr fahren, aber weiter Teil der Gemeinschaft sind.
Spezialwissen auf der Drehleiter
Ein besonderes Highlight war eine interne Fortbildung der Drehleiter-Maschinisten. Diese rund 16-köpfige „Spezialtruppe“ aus Dreyen rückt bei allen Drehleitereinsätzen in Enger und Spenge aus – mittlerweile auch immer häufiger im westlichen Kreis Herford. Hier zeigt sich: Ehrenamt heißt nicht nur Einsatz, sondern auch stetige Weiterbildung.
Neue Führung, neue Gesichter
Im Frühjahr gab es einen Führungswechsel: Nach dem Ausscheiden von Christian Keller übernahmen Jens Meyer und Lennart Gollay die Einheitsführung. Verstärkung bekam der Löschzug ebenfalls: Julius Schüler und Daniel Buschmann starteten 2025 ihre Feuerwehrlaufbahn in Dreyen. „Wer Lust auf Teamwork beim besten Ehrenamt im Ort hat, kann sich jederzeit melden“, betont Jens Meyer.
Bei der Jahreshauptversammlung wurden auch besondere Leistungen gewürdigt. Marie Vollmer schaffte das Unglaubliche: 100 Prozent Dienstbeteiligung – alle 28 Veranstaltungen besucht. Auf den weiteren Plätzen folgten Stefan Meyer und Mariusz Pochalla. Thorsten Take wurde für sechs Jahre als Vertrauensperson geehrt und erneut in dieses Amt gewählt – eine wichtige Schnittstelle zwischen Mannschaft und Führung.
Blick nach vorn: Feuer, Fest und neues Fahrzeug
Die Vorfreude auf 2026 ist groß. Am Karsamstag, 4. April, lädt der Löschzug zum Osterlagerfeuer rund um das Feuerwehrgerätehaus „Zur Schmiede“ ein – mit großen Feuerschalen und offenem Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft. Parallel richtet sich der Blick auf ein großes Projekt: Das neue Löschfahrzeug LF10 soll Ende 2026 fertig sein und ein Tanklöschfahrzeug von 1989 ablösen. Nach 37 Jahren ist das mehr als verdient.
